News von der NAMM Show Los Angeles
Neue Technik direkt von der NAMM Show aus LA
Hier berichten wir über neue Technik, direkt von der NAMM Show aus LA. Ein ausführlicher Bericht erscheint am Ende der Messe. Viel Spaß beim Endecken der Neuheiten.
QSC CB10: Mobiler Akku-Lautsprecher mit Profi-Anspruch
QSC nutzt die NAMM-Show 2026 zur Vorstellung der neuen CB-Serie. Mit dem CB10 präsentiert der Hersteller einen aktiv betriebenen 10-Zoll-Lautsprecher, der die Lücke zwischen hoher Portabilität und dem gewohnten Leistungsniveau der kabelgebundenen CP-Serie schließen soll.
Akustische Leistung und Treiber-Konfiguration
Der CB10 ist als klassisches 2-Wege-System aufgebaut. Ein 10-Zoll-Tieftöner sorgt in Kombination mit einem 1-Zoll-Kompressionstreiber für ein ausgewogenes Klangbild. Mit einem angegebenen Spitzenpegel von 127 dB SPL bewegt sich QSC am oberen Ende dessen, was aktuell in dieser Größenklasse im Akkubetrieb realisierbar ist. Die Abstrahlung ist mit 90° achsensymmetrisch angegeben, was für eine gleichmäßige Abdeckung im Nah- und Mittelfeld sorgen soll.
Energiekonzept und Mobilität
Das Herzstück für den mobilen Einsatz ist der Lithium-Ionen-Akku, der eine Laufzeit von bis zu 12 Stunden ermöglicht. Damit deckt der CB10 auch längere Events ohne Zwischenladung ab. Trotz der integrierten Akkutechnik und des robusten Gehäuses bleibt das Gewicht mit 12,2 kg moderat, was den Ein-Mann-Transport und die Stativmontage erheblich erleichtert.
Integrierter Mixer und App-Steuerung
Anschlussseitig zeigt sich der CB10 vielseitig. Der integrierte 3-Kanal-Mixer erlaubt den direkten Anschluss von Mikrofonen, Instrumenten oder Line-Quellen. Zusätzlich ist Bluetooth-Streaming für die kabellose Zuspielung integriert. Die Feinjustierung erfolgt entweder direkt am Gerät oder via Bluetooth über die QSC Loudspeaker Control App, mit der Nutzer Zugriff auf DSP-Presets und EQ-Einstellungen haben.
Fazit
Mit dem CB10 bringt QSC ein System auf den Markt, das sich durch hohe Schalldruckreserven und bewährte DSP-Features auszeichnet. Während Konkurrenten oft auf reine Lautstärke setzen, scheint QSC hier den Fokus auf eine Kombination aus Klangpräzision und professioneller Konnektivität zu legen.
Electrotec Audio präsentiert mobiles Akku-System „Stage One“
Auf der NAMM-Show in Kalifornien hat der US-amerikanische Hersteller Electrotec Audio das mobile Soundsystem Stage One vorgestellt. Das System adressiert den Markt der leistungsstarken, batteriebetriebenen PA-Lautsprecher – ein Segment, das in Europa maßgeblich durch Mitbewerber wie SOUNDBOKS geprägt wird. Electrotec wirbt für den Stage One mit technologischen Superlativen, deren Praxistauglichkeit sich nach der Markteinführung erst noch bestätigen muss.
Leistungsversprechen und technische Architektur
Der Stage One ist als 3-Wege-System konzipiert und soll laut Herstellerangaben einen maximalen Schalldruckpegel (SPL) von 120 dB erreichen. Damit positioniert sich das Gerät in der obersten Leistungsklasse mobiler Akkulautsprecher. Für die Energieversorgung nutzt Electrotec ein Akku-System, das bei moderater Lautstärke eine Betriebsdauer von bis zu 100 Stunden ermöglichen soll.
Diese Kennzahlen stellen ein massives Versprechen dar: Eine dreistellige Akkulaufzeit bei gleichzeitig professionellem Schalldruckpegel ist technisch äußerst anspruchsvoll und muss sich unter realen Lastbedingungen im Feldtest erst noch beweisen.
Kabelloses Ökosystem und Konnektivität
Ein zentraler Aspekt des Stage One ist die Flexibilität innerhalb eines Setups. Electrotec betont die Möglichkeit der kabellosen Kopplung mehrerer Komponenten. Das System ist so aufgebaut, dass verschiedene Lautsprechereinheiten drahtlos miteinander verbunden werden können, um größere Flächen zu beschallen.
Besonders relevant für den mobilen Einsatz: Alle Komponenten innerhalb dieses Verbunds funktionieren autark per Akku. Dank der Integration von Bluetooth 5.3 verspricht der Hersteller eine stabile Verbindung mit hoher Reichweite und geringer Latenz, was für den synchronen Betrieb mehrerer Lautsprecher essenziell ist.
Einordnung und Marktsituation
Die Entdeckung des Herstellers auf der NAMM-Show kam für viele Branchenbeobachter eher unerwartet. Während Marken wie SOUNDBOKS bereits eine feste Community und eine bewährte Infrastruktur in Europa haben, muss Electrotec Audio den Beweis für die Zuverlässigkeit seiner Komponenten noch erbringen.
Das Design des Stage One wirkt funktional und robust, mit Fokus auf Road-Tauglichkeit. Ob die akustische Qualität und die tatsächliche Akku-Performance den hohen Erwartungen
beyerdynamic präsentiert den DJ 300 PRO X mit Hybrid-Konzept
Mit dem DJ 300 PRO X erweitert der Heilbronner Audiospezialist beyerdynamic seine PRO X-Serie um ein Modell, das speziell auf die Anforderungen im DJ-Bereich zugeschnitten ist. Der Kopfhörer zeichnet sich durch eine hohe Modularität und ein flexibles Tragesystem aus, das sowohl funktionale als auch optische Anpassungen ermöglicht.
Flexibilität durch 2-in-1-Ohrpolstersystem
Eine technische Besonderheit des DJ 300 PRO X ist das innovative Hybrid-System der Ohrpolster. Im Lieferumfang sind zwei verschiedene Varianten enthalten:
- On-Ear-Polster: Diese sind werksseitig montiert und bieten ein kompakteres Tragegefühl sowie mehr Bewegungsfreiheit.
- Over-Ear-Polster: Durch einen einfachen Wechsel lässt sich der Kopfhörer in ein ohrumschließendes Modell verwandeln, was die passive Geräuschisolierung verstärkt und den Tragekomfort bei längeren Sessions erhöht.
In beiden Konfigurationen bietet die geschlossene Bauweise eine passive Geräuschdämpfung von etwa 20 dB, um ein sicheres Monitoring auch in lauten Clubumgebungen zu gewährleisten.
Personalisierung durch wechselbare Cover
Neben der ergonomischen Anpassung bietet beyerdynamic beim DJ 300 PRO X erstmals die Möglichkeit einer umfassenden optischen Individualisierung. Die äußeren Gehäuseschalen – die sogenannten Design Cover Caps – sind wechselbar. Nutzer haben die Option, diese Cover individuell bedrucken zu lassen, beispielsweise mit einem eigenen Logo oder Design, um das Arbeitsgerät visuell an den eigenen Auftritt anzupassen.
Akustische Leistung und technischer Aufbau
Im Inneren des Kopfhörers kommt ein dynamischer 45-Millimeter-Treiber zum Einsatz. Dieser ist auf eine druckvolle und dennoch präzise Wiedergabe optimiert, wobei der Frequenzbereich von 5 Hz bis 35.000 Hz abgedeckt wird. Mit einer Nennimpedanz von 48 Ohm ist der Kopfhörer sowohl für professionelle Mischpulte als auch für mobile Endgeräte geeignet.
Das Kabelmanagement wurde ebenfalls auf den Praxiseinsatz hin optimiert: Das Anschlusskabel ist steckbar und kann wahlweise an der linken oder rechten Ohrmuschel angeschlossen werden. Eine integrierte mechanische Verriegelung verhindert das versehentliche Herausziehen während der Performance.
Langlebigkeit und Lieferumfang
Wie bei der PRO X-Serie üblich, ist der DJ 300 PRO X auf Langlebigkeit ausgelegt. Wesentliche Komponenten wie das Kopfband, die Ohrpolster und das Kabel sind modular aufgebaut und können bei Verschleiß einzeln ausgetauscht werden. Für den Transport lässt sich der Kopfhörer kompakt zusammenfalten.
Technische Daten im Überblick:
- Bauweise: Geschlossen, ohrumschließend oder ohraufliegend (2-in-1 System).
- Treiber: 45 mm dynamisch.
- Übertragungsbereich: 5 – 35.000 Hz.
- Kennschalldruckpegel: 115 dB (On-Ear) / 109 dB (Over-Ear).
- Features: Wechselbare/bedruckbare Cover, beidseitig steckbares Kabel mit Verriegelung.
Das Modell ist bereits bei uns eingetroffen. Ein detaillierter Review, der insbesondere auf das Handling des Polsterwechsels und die akustischen Unterschiede der beiden Trageweisen eingeht, folgt in Kürze.
Hercules erweitert Portfolio um den DJControl T10
Im Rahmen der NAMM-Show in Kalifornien wurde der DJControl T10 vorgestellt. Drei Jahre nach der Markteinführung des Modells T7 folgt nun eine größere Variante des motorisierten Controllers, die technisch und haptisch auf den professionellen Einsatz zugeschnitten ist. Die Veröffentlichung ist für den Sommer 2026 angekündigt.
Technische Merkmale der 10-Zoll-Laufwerke
Die wesentliche Änderung im Vergleich zum Vorgängermodell liegt in der Dimensionierung der Bedienelemente. Der T10 nutzt motorbetriebene 10-Zoll-Plattenteller, die mit echtem Vinyl bestückt sind. Durch den größeren Durchmesser verändert sich das Drehmoment und der Widerstand bei der manuellen Steuerung, was eine Annäherung an das klassische Turntable-Handling bewirkt. Zur Standardausstattung gehören Slipmats des Herstellers Dr. Suzuki, die spezifisch für die mechanischen Anforderungen dieser Motoren gewählt wurden.
Konnektivität und Schnittstellen
Eine funktionale Neuerung im Bereich der Hardware-Schnittstellen ist das duale USB-C-Interface. Das Gerät verfügt über zwei separate Anschlüsse für Computer, was den Anschluss von zwei Laptops gleichzeitig ermöglicht. Diese Konfiguration unterstützt folgende Szenarien:
- DJ-Wechsel: Der Übergang zwischen zwei aufeinanderfolgenden Künstlern kann ohne Umstecken der Hardware und ohne Unterbrechung des Audiosignals erfolgen.
- Parallelbetrieb: Die Nutzung von zwei verschiedenen Musikbibliotheken innerhalb einer Session.
Integration und Zusammenarbeit
Die Entwicklung des Controllers erfolgte in Kooperation mit mehreren Branchenpartnern. Die Hardware ist auf die Software Serato DJ abgestimmt und unterstützt deren Funktionen nativ. Für den Transport wurde in Zusammenarbeit mit UDG eine entsprechende Lösung konzipiert, um der gestiegenen Größe des Geräts im mobilen Betrieb Rechnung zu tragen.
Zusammenfassung der Spezifikationen
- Antrieb: Motorisierte 10-Zoll-Platter mit Vinyl-Aufsätzen.
- Anschlüsse: Dual USB-C (für zwei Rechner), Master- und Monitor-Ausgänge (XLR/RCA).
- Zubehör: Slipmats von Dr. Suzuki im Lieferumfang enthalten.
- Software: Kompatibel mit Serato DJ.
- Verfügbarkeit: Voraussichtlich Sommer 2026.
Der DJControl T10 ergänzt damit die bestehende Produktreihe um eine Option für Anwender, die größere Bedienoberflächen bei motorisierten Controllern bevorzugen
Vergleich: Hercules DJControl T10 vs. DJControl T7
Obwohl beide Controller auf demselben Konzept der motorbetriebenen Plattenteller basieren, unterscheiden sie sich in ihrer physischen Größe, der Konnektivität und der Zielgruppe.
Plattenteller und Haptik
Der wesentliche Unterschied liegt im Durchmesser der Laufwerke. Während der T7 mit 7-Zoll-Tellern ausgestattet ist, die das Format einer Single-Schallplatte imitieren, nutzt der T10 größere 10-Zoll-Teller. Diese Vergrößerung sorgt beim T10 für ein höheres Trägheitsmoment und bietet mehr Fläche für die manuelle Kontrolle, was dem Gefühl eines Standard-Turntables näher kommt. Beide Modelle nutzen echte Vinyl-Scheiben und Slipmats, wobei beim T10 Slipmats von Dr. Suzuki zum Standardlieferumfang gehören.
Anschlussmöglichkeiten und Computer-Integration
Ein technisches Upgrade des T10 gegenüber dem T7 ist das Dual-USB-C-Interface. Der T10 erlaubt den zeitgleichen Anschluss von zwei Computern, um nahtlose Übergänge zwischen verschiedenen DJs zu ermöglichen. Der T7 hingegen verfügt über einen einzelnen USB-Anschluss und ist für den Betrieb mit nur einem Rechner konzipiert.
Software und Funktionsumfang
In der Software-Logik bleiben sich beide Geräte treu: Beide sind primär für die Nutzung mit Serato DJ optimiert. Die Anordnung der Performance-Pads, die Effekt-Sektion mit Paddles und die Steuerung der Stems-Funktionen sind bei beiden Modellen vorhanden. Der T10 bietet jedoch aufgrund des größeren Gehäuses einen großzügigeren Abstand zwischen den einzelnen Bedienelementen, was die Handhabung im Live-Einsatz beeinflusst.
Portabilität und Bauweise
Der T7 wurde als kompakter, mobiler Controller konzipiert, der leicht zu transportieren ist und auch in beengten DJ-Kanzeln Platz findet. Der T10 nimmt durch die 10-Zoll-Laufwerke deutlich mehr Raum ein und weist ein höheres Gewicht auf. Damit richtet sich der T10 eher an stationäre Setups oder Anwender, die für die größere Bedienoberfläche ein höheres Transportvolumen in Kauf nehmen.
Markteinführung
Der DJControl T7 ist seit 2023 auf dem Markt etabliert. Der DJControl T10 wurde Anfang 2026 auf der NAMM-Show präsentiert und wird voraussichtlich ab Sommer 2026 den T7 als größeres Modell im Sortiment ergänzen.
Weitere Infos unter Hercules.com













