Hercules DJControl Inpulse 200 MK3
Sinnvolle Upgrades für den Einstieg
Wer heute mit dem DJing beginnen möchte, steht oft vor einer gewaltigen Auswahl an Controllern. Die Einstiegshürde in Sachen Preis und Komplexität war jedoch selten so niedrig wie heute. Ein Hersteller, der sich seit Jahren extrem erfolgreich auf genau diese Zielgruppe der Anfänger und Hobby-DJs konzentriert, ist Hercules.
Mit dem neuen DJControl Inpulse 200 MK3 legt das Unternehmen seinen vielleicht beliebtesten, ultrakompakten Einsteiger-Controller nun in der dritten Generation neu auf. Wir haben uns angesehen, welche Upgrades unter der Haube stecken und ob sich die knapp 110 Euro Anschaffungspreis lohnen.
Die Hardware: 3-Band-EQ und zeitgemäßes USB-C
Auf den ersten Blick wirkt der Inpulse 200 MK3 seinem Vorgänger sehr ähnlich: Ein superkompaktes 2-Deck-Layout, das auf jeden noch so kleinen Schreibtisch passt und sich problemlos im Rucksack zur nächsten Hausparty transportieren lässt. Doch bei genauerem Hinsehen fallen direkt die wichtigen Neuerungen im Mixer-Bereich auf.
Während viele Controller in dieser radikalen Preisklasse den Equalizer abspecken und beispielsweise nur Bässe und Höhen bieten, verbaut Hercules in der MK3-Version nun einen echten 3-Band-EQ (High, Mid, Low). Für angehende DJs ist das ein entscheidendes Kriterium, da man so von Anfang an lernt, saubere und frequenzgetrennte Übergänge zu mixen, wie sie später auch am großen Club-Mischpult gefordert werden.
Zudem wurden die kapazitiven Jogwheels überarbeitet, die nun deutlich präziser auflösen sollen. Auch beim Thema Anschlussmöglichkeiten geht man mit der Zeit: Der Controller wird komplett über einen modernen USB-C-Port mit Strom versorgt und mit dem Rechner verbunden. Ein vollwertiges Audio-Interface (Master-Out für die Boxen und ein Kopfhöreranschluss zum Vorhören) ist direkt in das kleine Gehäuse integriert.
Stems auf Knopfdruck für kreative Mashups
Das wohl wichtigste Software-Feature der letzten Jahre sind Stems – also die Möglichkeit, fertige Tracks in Echtzeit in ihre Einzelteile (Vocals, Melodie, Drums, Bass) zu zerlegen. Hercules hat diesen Trend verstanden und dem Inpulse 200 MK3 dedizierte Stems-Tasten auf den Performance-Pads spendiert.
Damit können auch absolute Anfänger per Knopfdruck den Gesang aus einem Track isolieren und ihn fließend über das Instrumental des Songs auf dem anderen Deck legen. Das eröffnet schon in den ersten Übungsstunden enorm kreative Möglichkeiten für spontane Mashups, ohne dass man sich durch komplizierte Software-Menüs klicken muss.
Mixen lernen mit dem Beatmatch Guide
Was die Inpulse-Serie von Hercules schon immer ausgezeichnet hat, ist der integrierte Beatmatch Guide. Wer das manuelle Angleichen von zwei Tracks (ohne den automatischen Sync-Button) lernen möchte, bekommt hier direkte visuelle Hilfe auf der Hardware.
Kleine, dynamische Leuchtanzeigen (LEDs) direkt neben dem Pitchfader zeigen dir an, ob du den Track schneller oder langsamer machen musst, um auf dieselbe BPM-Zahl wie der laufende Song zu kommen. Weitere Pfeil-LEDs unter den Jogwheels signalisieren, in welche Richtung du den Teller anschieben oder abbremsen musst, damit die Beats exakt übereinanderliegen. Dieses visuelle Feedback hilft enorm dabei, das Gehör zu schulen und den ständigen Blick auf den Laptop-Bildschirm abzugewöhnen.
Software und Streaming-Anbindung
Der Controller ist „Plug and Play“ und wird ab Werk direkt mit zwei starken Software-Optionen ausgeliefert: Du kannst wahlweise die hauseigene Software DJUCED nutzen oder auf die weltweit extrem verbreitete Einstiegs-Software Serato DJ Lite zurückgreifen. Beide Programme bieten dir zudem die Möglichkeit, Streaming-Dienste wie Beatport, Beatsource, TIDAL oder SoundCloud direkt einzubinden – vorausgesetzt, du hast dort ein entsprechendes Abo. So kannst du sofort auf Millionen von Tracks zugreifen, ohne dir erst mühsam eine eigene MP3-Sammlung zusammenkaufen zu müssen.
Fazit: Mit dem DJControl Inpulse 200 MK3 liefert Hercules ein extrem rundes Paket für den schmalen Geldbeutel ab. Die Ergänzung des 3-Band-EQs und der dedizierten Stems-Kontrolle machen den kleinen Controller zu einer echten Empfehlung für alle, die für rund 110 Euro ihre ersten ernsthaften Schritte hinter den Decks machen wollen. Weitere Infos unter: Hercules Impulse 200 MK3



