Wolfmix Wing vorgestellt

Wolfmix WING vorgestellt

Last Updated: 24. Februar 2026By Tags:

Nicolaudie kündigt an: Der neue Wolfmix WING und das Wolfmix W1 MK3 Update

Verfügbar später in 2026

Vor ziemlich genau fünf Jahren hat das Unternehmen Nicolaudie mit dem Wolfmix W1 den Markt für Standalone-Lichtsteuerungen ordentlich durcheinandergewirbelt. Das Ziel damals war klar definiert: Professionelle Lichtsteuerung sollte auch für DJs, Solokünstler und Musiker auf der Bühne ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse zugänglich und vor allem intuitiv bedienbar gemacht werden. Mit mittlerweile über 40.000 weltweiten Nutzern hat sich das Konzept des W1 in der Praxis offensichtlich bewährt.

Nun geht Nicolaudie den nächsten großen Schritt und richtet den Fokus noch stärker auf komplexe Live-Bühnen und strukturierte Shows. Mit der Ankündigung des Wolfmix WING und der nächsten Pult-Generation, dem Wolfmix W1 MK3, gibt es gleich zwei massive Neuigkeiten im Bereich der Hardware. Wir haben uns im Detail angesehen, was genau hinter den neuen Geräten steckt und welche Funktionen sie für deinen Workflow bereithalten.

Der Wolfmix WING: Die Hardware-Erweiterung für Live-Setups

Die wahrscheinlich größte Neuerung ist der Wolfmix WING. Hierbei handelt es sich nicht um ein eigenständiges Lichtpult, sondern um ein dediziertes Erweiterungs-Modul, das den bekannten und vertrauten Workflow des Wolfmix um klassische, professionelle Live-Steuerungselemente ergänzt.

Besonders erfreulich für bestehende Nutzer: Der WING ist vollständig abwärtskompatibel. Er funktioniert nicht nur mit dem neuen MK3, sondern lässt sich problemlos auch mit den älteren Modellen MK1 und MK2 betreiben. Die Verbindung zwischen Hauptpult und WING wird dabei sehr elegant über ein einziges USB-Kabel gelöst, welches nicht nur die Daten überträgt, sondern das Erweiterungs-Modul auch direkt mit Strom versorgt. Ein zusätzliches Netzteil auf dem ohnehin meist vollen DJ-Tisch entfällt somit.

Wolfmix Wing neu vorgestellt

Die Hardware-Features des WING im Detail:

Das Herzstück des WING bilden die acht motorisierten Fader. Für Standalone-Controller in dieser Form ist das ein massives Upgrade, da motorisierte Fader beim Wechsel zwischen verschiedenen Bänken oder Seiten immer direkt auf den aktuell eingestellten Wert springen, was unschöne Parametersprünge während einer Live-Show verhindert. Jeder Fader ist zudem mit LED-Lichtleitern ausgestattet.

Über den Fadern befinden sich acht separate OLED-Displays, die dir jederzeit genau anzeigen, welcher Parameter, welches Gerät oder welche Gruppe gerade auf dem jeweiligen Fader liegt. Abgerundet wird die Hardware-Oberfläche durch einen dedizierten Main-Dimmer, mit dem du die Gesamthelligkeit deines Setups unabhängig von den restlichen Einstellungen im Griff hast.

Software-Freischaltungen und neue Modi:

Wenn du den WING an deinen Wolfmix anschließt, profitierst du nicht nur von der zusätzlichen Hardware, sondern schaltest auch intern neue Kapazitäten frei. Das System erweitert sich um bis zu vier zusätzliche DMX-Universen, was den Einsatz auf deutlich größeren Rigs ermöglicht. Zudem werden Subgruppen eingeführt, die dir helfen, komplexe Setups besser zu organisieren.

Ein völlig neuer Fokus liegt auf dem Cue-List-Modus. Dieser ist speziell für strukturierte Playbacks gedacht, wie man sie oft bei Bands, im Theaterbereich oder bei fest choreografierten DJ-Sets findet. Du kannst Abläufe präzise vorprogrammieren und diese dann entweder manuell über eine prominente, dedizierte GO-Taste abfeuern oder sie über individuell einstellbare Fade- und Hold-Zeiten vollautomatisiert ablaufen lassen.

Zusätzlich führt Nicolaudie mit dem WING einen direkten Control-Modus sowie einen vollständig konfigurierbaren Mapping-Modus ein. Damit lässt sich die Bedienoberfläche sehr frei an deine persönlichen Vorlieben und Anforderungen anpassen.

Das Hauptpult in der dritten Generation: Wolfmix W1 MK3

Parallel zum WING hat Nicolaudie auch die Evolution des Hauptgeräts vorgestellt. Mit dem Wolfmix W1 MK3 erscheint im Frühjahr die dritte Generation des beliebten Controllers.

Hierbei handelt es sich eher um eine konsequente Weiterentwicklung als um eine völlige Neuerfindung, die jedoch einige wichtige Anpassungen an aktuelle Standards mit sich bringt. Die auffälligste Neuerung im Alltag dürfte der Wechsel auf USB-C sein, was die Konnektivität zeitgemäßer und robuster macht.

Darüber hinaus hat der Hersteller den Button-Mechanismus komplett neu entwickelt. Laut Nicolaudie soll dieser ein spürbar verbessertes haptisches Bediengefühl liefern – ein wichtiger Faktor für alle, die das Pult blind während einer Performance bedienen müssen. Auch das Gehäuse wurde überarbeitet: Es ist nun etwas schlanker und vor allem so präzise geformt, dass es nahtlos und absolut bündig an den neuen WING andockt. Nutzt man beide Geräte zusammen, wirken sie optisch wie eine einzige, große Konsole.

Release-Termine und Verfügbarkeit

Wer nun direkt aufrüsten möchte, muss sich noch ein wenig gedulden, wobei die Wartezeit für beide Geräte unterschiedlich ausfällt.

Den Anfang macht das Hauptgerät: Der Wolfmix W1 MK3 soll bereits ab April 2026 ausgeliefert werden.

Wer auf die Fader-Erweiterung wartet, braucht noch etwas mehr Geduld. Der Wolfmix WING ist für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 angekündigt, ein exaktes Datum oder einen Monat hat Nicolaudie hierfür bisher noch nicht kommuniziert.

Wer sich vorab schon ein genaueres Bild der beiden Neuzugänge machen möchte: Auf dem YouTube-Kanal des Herstellers gibt es bereits ein ausführliches Walkthrough-Video in englischer Sprache, in dem die Funktionen und das Zusammenspiel beider Geräte detailliert gezeigt werden. Zudem waren die Geräte kürzlich auf der ISE in Barcelona im Einsatz, wo Messebesucher das Setup bereits live testen konnten.

Wir werden die weitere Entwicklung beobachten und berichten, sobald die Geräte flächendeckend verfügbar sind und wir erste Eindrücke aus dem echten Live-Einsatz sammeln konnten.

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